Das Spiel

Beim Tischeishockey ist der Pfennig noch was wert

Eine Holzplatte mit Bande, 51 Pfennig und zwei Legosteine: Können diese Dinge Erwachsene glücklich machen? Und wie! Tischeishockey-Fans schwören drauf. Sie haben daraus ein Spiel entwickelt, spielen sogar Jahr für Jahr ihre Weltmeisterschaft aus.

Tischeishockey ist ein Brettspiel, das gleichermaßen an das indische Fingerbillard Carrom erinnert wie an das etablierte Eishockey. Wie echte Pucks flitzen Münzen über die glatte, runde Scheibe, prallen an die Bande oder segeln ins Tor. Gespielt wird eins gegen eins über zweimal zehn Minuten; jeder Spieler hat einen kleinen Plastikschläger, um die Scheiben zu bewegen (siehe auch „So funktioniert’s“).

Tischeishockey gibt es seit 25 Jahren, erfunden hat es der Münchner Journalist Peter Linden. Der Autor zahlreicher Reisereportagen und -bücher verbreitet das Spiel in aller Welt, inzwischen gibt es über 10.000 Aktive in 25 Ländern. „Wir haben keine olympischen Ambitionen“, sagt Linden. Dennoch organisiert er als Vereinspräsident jedes Jahr eine Weltmeisterschaft, zu der die besten Spieler aus aller Welt kommen. Außerdem gibt es jährlich ein „World Masters“ sowie zahlreiche regionale Turniere.